Bleispitze

Es ist Anfang Oktober und das Wetter nimmt eine Verschnaufpause vom Goldenen Herbst. Überall Nebel. Das schreckt uns aber nicht ab eine kleine Bergwanderung zu unternehmen.

Nach unserem Trip auf dem West Highland Way, wo wir unsere Füße regelrecht platt gelaufen haben, wollen wir es nochmal wissen, wie es ist mit nur leichtem Gepäck zu Marschieren. Da wir gerne in die Region des Lechtales gehen (Anfahrt via A7 und Schnellstraße optimal), sucht Frank uns eine Tour auf die Bleispitze heraus. Die Bleispitze ist 2225 m hoch und befindet sich im Osten der Lechtaler Alpen.

Wir nehmen die Kompass Karte für die Lechtaler Alpen mit. Es gibt am Ausgangspunkt in Bichlbächle ausreichend Parkplätze und wir können somit schon auf einer Höhe von 1278 m starten. Es stehen uns knappe 1000 hm bevor.

Zunächst geht es über die Bichlbächler Alpe (Ansammlung von vielen privaten Hütten; keine Bewirtschaftung) zum Sommerbergjöchle hoch. Es ist ein sehr anstrengender Weg, da der Nebel den Boden über Nacht ziemlich aufgeweicht hat, wir dadurch kiloweise Schlamm unter den Schuhen kleben haben und somit immer wieder ausrutschen. Am Joch angekommen gibt es erstmal heißen Tee und Kekse zur Belohnung. Leider hängen die Wolken sehr tief und wir haben so gut wie keine Aussicht bisher gehabt. Damit wir nicht auskühlen, zieht es uns nun bis zur Spitze hoch. Und plötzlich reißen die Wolken über uns auf, die Sonne knallt auf unsere Gesichter und wir haben endlich mal einen wunderschönen Ausblick auf die umliegende Berglandschaft.

Herrlich! Deswegen geht man ja in die Berge. Leider hält das Wolkenloch nicht allzu lang und wir müssen den Rest des Aufstiegs in den Wolken verbringen. Am Gipfelkreuz angekommen, hülle ich mich erstmal in meinen Regencape ein, der mich warm hält. Nun kann ich mir mal alles genauer ansehen: der Berg besteht eigentlich nur aus Wiese und ist sehr rund. Deswegen war der Aufstieg auch so schlammig, da wir nie über Felsen gehen konnten. Während unserer ausgiebigen Brotzet am Gipfel haben wir ab und zu spektakuläre Blicke auf die Zugspitze und die Mieminger Kette.

Nun besteht uns noch der Abstieg bevor, der leider nicht wie geplant ausgeschrieben ist und auch ab der Hälfte gar nicht mehr aus einem Pfad besteht. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die super steile Bergwiese herunter zu laufen bzw. zu rutschen. Abgesehen vom Abstieg ist es eine sehr schöne Tour gewesen. Ich empfehle nur, den gleichen Weg wieder hinunter zu gehen! Leider konnte ich das Fliegengewicht auf meinem Rücken nicht genießen, da ich entweder mit dem Matsch zu kämpfe hatte oder mit der rutschigen Wiese. Bei Sonnenschein komme ich gerne wieder, denn die Tour ist super schnell zu erreichen, man hat einen tollen Ausblick und die Tour von 4 h ist am Wochenende trotz etwas Ausschlafen machbar.

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